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Augenlinse

Die Augenlinse befindet sich im Auge direkt hinter der Pupille. Sie ist transparent und weist eine Wölbung auf, durch die einfallendes Licht gebrochen und anschließend auf einen bestimmten Punkt auf der Netzhaut projiziert wird. Auf diese Weise wird scharfes Sehen möglich. Durch ihre Elastizität kann sich die Wölbung anpassen, um scharfes Sehen auf unterschiedliche Entfernungen sicherzustellen.

Die Augenlinse befindet sich im Auge direkt hinter der Pupille. Sie ist transparent und weist eine Wölbung auf, durch die einfallendes Licht gebrochen und anschließend auf einen bestimmten Punkt auf der Netzhaut projiziert wird. Auf diese Weise wird scharfes Sehen möglich. Durch ihre Elastizität kann sich die Wölbung anpassen, um scharfes Sehen auf unterschiedliche Entfernungen sicherzustellen.

Anatomie der Augenlinse

Die elastische Linse des Auges ist mit einem Durchmesser von 9 bis 10 mm im Ruhezustand ca. 4 mm dick und liegt direkt hinter der Pupille zwischen Glaskörper und Regenbogenhaut. Sie besteht aus langen dünnen Zellen, den Linsenfasern. In ihrer Mitte befindet sich der Linsenkern. Ihn umgibt die weichere Linsenrinde.

Augenlinse

Über elastische Fasern (Zonulafasern) ist die Linsenkapsel mit dem Ziliarkörper (auch Strahlenkörper genannt) verbunden. Er ist zum einen für die Aufhängung der Linse im Auge verantwortlich. Zum anderen wirkt der Strahlenkörper bei der Anpassung der Linsenkrümmung mit und hilft somit bei der Nah- und Ferneinstellung (Akkommodation) des Auges.

Die Augenlinse besteht zu etwa 65 % aus Wasser und zu 35 % aus Eiweiß. Da sie über keine Blutgefäße und Nerven verfügt, ist ihre Lichtdurchlässigkeit gewährleistet. Die Nährstoffversorgung der Linse erfolgt durch die in der Körperflüssigkeit der vorderen und hinteren Augenkammer (Kammerwasser) befindlichen Substanzen.

Funktion der Augenlinse

Das auf das Auge treffende Licht bricht sich in der Linse und projiziert dadurch auf die innere Augenhaut ein scharfes Bild. Die dabei entstehenden Impulse werden über den Sehnerv des Auges an das Gehirn weitergeleitet. In der Augenheilkunde beschreibt der Begriff Akkommodation die Nah- und Ferneinstellung des Auges , die durch die veränderbare Krümmung der Augenlinse bestimmt wird. Ziel der Linsenanpassung ist jeweils die Projektion eines scharfen Bildes auf die Netzhaut des Auges.

An der Außenseite des Ziliarkörpers befindet sich der Ziliarmuskel (Musculus ciliares). Beim Wechsel von Fern- auf Naheinstellung (Nahakkommodation) erschlaffen durch sein aktives Anspannen (Kontraktion) die elastischen Zonulafasern, die die Augenlinse mit dem Strahlenkörper verbinden. Die Linse krümmt sich aufgrund ihrer hohen eigenen Elastizität zu einer kugeligen Form . Sie bricht das einfallende Licht, um ein scharfes Bild auf die Netzhaut zu projizieren.

Beim Wechsel von Nah- auf Ferneinstellung (Fernakkommodation) erschlafft der Ziliarmuskel, die Zonulafasern spannen sich und durch ihren Zug flacht die Augenlinse ab. Durch die geringere Krümmung der ihrer Oberfläche wird das einfallende Licht der in größerer Entfernung befindlichen Körper schwächer gebrochen . Hier wird durch die Abflachung ein scharfes Bild auf der Netzhaut projiziert.

Mit welcher Intensität die Augenlinse das durchtretende Licht bricht, gibt die Maßeinheit Dioptrie (dpt) an.

Augenlinse

Diese Anpassungsfähigkeit der Linse auf Nah- und Ferneinstellung lässt bereits unbemerkt im Jugendalter nach. Der Linsenkern verhärtet sich im Laufe des Lebens und die Linse verliert an Elastizität. Diese Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist keine Krankheit. Durch den Funktionsverlust der Augenlinse und der an der Krümmung beteiligten Organe des Auges fällt es jedoch zunehmend schwer, nahe Objekte scharf zu sehen. Dieser Funktionsverlust des Auges kann durch eine Lesebrille korrigiert werden.

Erkrankungen der Augenlinse: Katarakt

Die Trübung der Augenlinse wird Katarakt, auch Grauer Star genannt und beeinträchtigt zunehmend die Sehschärfe des menschlichen Auges. Die normalerweise glasklare Augenlinse wird undurchsichtig und wirkt wie ein immer dichter werdendes Mattglas. Bei der langsamen, über Jahre hinweg fortschreitenden Verschlechterung des Sehvermögens nimmt der Betroffene sozusagen Nebelschleier vor seinen Augen wahr. Die Unterscheidung von hell und dunkel und das Erkennen der Richtung des einfallenden Lichtes ist jedoch dennoch möglich.

Die Lichtbrechung in der Dämmerung bereitet der Linse weniger Probleme als bei Tageslicht, da durch die schlechteren Lichtverhältnisse die Pupille geweitet ist und so häufig an der Trübung der Linse „vorbeigesehen“ werden kann. Sonnenlicht oder andere starke Lichteinstrahlungen brechen sich dagegen diffus in der getrübten Augenlinse Auges und führen zur Blendung. Der Schutz durch eine Sonnenbrille oder die Meidung grellen Lichts ist daher für Betroffene empfehlenswert.

Formen der Katarakt

Je nach Lage der Trübung können mehrere Typen des Katarakts unterschieden werden.

  • Bei der Kernkatarakt (Cataracta nuclearis) trübt sich der Linsenkern. Das Zentrum der Augenlinse schwillt an. Die dadurch auftretende Kurzsichtigkeit kann dazu führen, dass Alterssichtige plötzlich wieder ohne Brille lesen können.
  • Bei der Rindenkatarakt (Cataracta corticalis) liegt der getrübte Teil der Augenlinse in der vorderen oder hinteren Linsenrinde . Dabei werden in der Linsenrinde Spalten und Speichen ausgebildet, die dann Doppelbilder vor dem betroffenen Auge entstehen lassen.
  • Liegt die zentrale Eintrübung in der hinteren Rinde der Augenlinse eines Auges direkt vor der Hinterkapsel, bedeutet das eine Sehverschlechterung bei schon geringer Linsentrübung. Diese schnell voranschreitende hintere Schalentrübung der Augenlinse (Cataracta subcapsularis posterior) verursacht die stärkste Blendung .

Von der angeborenen Katarakt sind oftmals die Linsen beider Augen betroffen. Die angeborene Trübung der Augenlinsen beider Augen (kongenitale Katarakt) kann erblich durch die Gene von Mutter oder Vater bedingt sein. Eine weitere Ursache könnte eine Infektionskrankheit (Mumps oder Röteln) der Mutter während der Schwangerschaft sein. Nach Art und Ausmaß der Trübung wird zwischen Kapsel-, Pol-, Zentral-, Schicht- und Punktstar beim kongenitalen Katarakt unterschieden.

ThemaAugenlinse
BereichAnatomie
Art des BeitragsAllgemeine Information, keine individuelle medizinische Beratung
QuelleArchivbestand oculus-guide.com (Stand 2019)
HinweisDieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Augenarzt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Augenarzt.

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Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Augenarzt.

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