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Refraktive Chirurgie (LASIK)

Operationen am Auge, die durch Verbesserung der Gesamtbrechkraft des Auges Fehlsichtigkeiten korrigieren, werden als refraktive Chirurgie bezeichnet. Ziel ist, dass der Betroffene nicht mehr auf herkömmliche Hilfsmittel, wie Kontaktlinsen oder Brillen, angewiesen ist.

Refraktive Chirurgie (LASIK)

Operationen am Auge, die durch Verbesserung der Gesamtbrechkraft des Auges Fehlsichtigkeiten korrigieren, werden als refraktive Chirurgie bezeichnet. Ziel ist, dass der Betroffene nicht mehr auf herkömmliche Hilfsmittel, wie Kontaktlinsen oder Brillen, angewiesen ist.

Bei den Eingriffen der refraktiven Chirurgie werden grundsätzlich zwei Verfahren unterschieden. Die refraktive Hornhautchirurgie mit den Excrimer-Laser-Verfahren (LASIK, LASEK, EpiLASEK und PRK) und die refraktive Linsenchirurgie mit den phaken Intraokularlinsen und dem refraktiven Linsenaustausch.

Beide Verfahren zählen mittlerweile zu den Routineeingriffen in der Augenheilkunde. Welche Methode der refraktiven Chirurgie angewendet wird, entscheidet der Spezialist für Augenheilkunde individuell auf Grundlage der vorliegenden Diagnose und des Dioptrienwertes.

Die Entwicklung der refraktiven Chirurgie am Auge

Historische Entwicklung

Die refraktive Chirurgie am Auge mit ihren verschiedenen Hornhautschnitten wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts zur Behandlung von Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit zu Studienzwecken eingesetzt. Als eines der größten Probleme wurde damals die starke Narbenbildung nach operativen Eingriffen am Auge angegeben. Durch die wenig filigranen Operationswerkzeuge wurden oftmals bis zu sechzehn Schnitte in der Oberfläche der winzigen Hornhaut gesetzt. Der gewünschte Effekt der Korrektur von Fehlsichtigkeiten konnte sich in den meisten Fällen jedoch nicht einstellen.

Mit der Einführung künstlicher Augenlinsen zur Operation des Grauen Stars und der Technik der lamellaren refraktiven Chirurgie durch den spanischen Augenarzt Iganacio Barraquer nahm die moderne refraktive Chirurgie ihren Anfang. Bei dieser Technik wurde die Hornhaut eingeschnitten , um anschließend die oberste Schicht, das Epithel, abzutragen und dieses nach der Behandlung wieder auf das Auge aufzusetzen. Aus diesem Verfahren der refraktiven Chirurgie entwickelte sich in den 80er Jahren die Automatisierte Lamellare Keratoplastik (ALK), die heute jedoch nicht mehr angewendet wird.

Zu etwa derselben Zeit wurde auf dem Gebiet des Excrimer-Lasers geforscht. Erstmals wurde der Excrimerlaser von dem Mediziner für Augenheilkunde Stephen Trokel im Jahr 1983 eingesetzt. Die noch heute verwendete Methode der photorefraktiven Keratektomie (PRK) zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten wurde aus diesen ersten Lasereinsätzen entwickelt.

Das LASIK-Verfahren

Im Jahre 1991 wurde dann die Excrimer-Laser-Technik mit der lamellaren Keratoplastik kombiniert. Dieses Verfahren wird als LASIK-Methode (Laser in situ Keratomileusis) bezeichnet. Mit einem Hornhauthobel oder einem Femtosekundenlaser wird bei der sogenannten Femto-LASIK eine dünne Lamelle in die Hornhaut geschnitten. Diese Lamelle wird aufgeklappt und der Laser kann so in das darunterliegende Gewebe eindringen und die Fehlsichtigkeit korrigieren.

Die LASIK-Methode gehört zu den häufigsten Laser-Operationen am Auge und ist vor allem bei Personen geeignet, deren Sehstärke entweder im Falle einer Kurzsichtigkeit bei bis zu -10 Dioptrien oder bei Weitsichtigkeit bei bis zu +4 Dioptrien liegt.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Augenarzt.